New Work vs. EuGH

Alle Welt redet von New Work und Flexibilisierung, und nun das: Unternehmen müssen die Arbeitszeiten der Mitarbeiter systematisch dokumentieren.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 14.5.2019 beschlossen, dass Arbeitszeiten künftig erfasst werden müssen. Das ist das Ergebnis eines Rechtsstreits zwischen der Deutschen Bank und einer spanischen Gewerkschaft.

Handelsblatt: Pflicht zur Arbeitszeiterfassung – „Vertrauensarbeitszeit in bisheriger Form nicht mehr möglich“

Das Urteil wird kontrovers diskutiert, unter anderem …

… hier auf XING: Warum das EuGH-Urteil die Zukunft der Arbeit und den Fortschritt blockiert

… mit Abstimmung: Arbeitszeiterfassung: Wie stehen Sie zum EuGH-Urteil?

… und fundiert bei Persoblogger Stefan Scheller: Vollständige Arbeitszeitaufschreibung – die Wiedergeburt der Stechuhr oder gar das Ende von New Work?

Das Urteil muss nun in nationales Recht umgesetzt werden. Die Politiker werden es uns als “Gerechtigkeit” verkaufen. Die Unternehmen haben mehr bürokratischen (und das bedeutet nicht-wertschöpfenden) Aufwand. Profitieren können Anbieter von Zeiterfassungsystemen.

Viele neue Entwicklungen, die wir für selbstverständlich gehalten haben, werden gebremst: Flexibilisierung der Arbeitszeit, Lernen überall und wann man will, Work-Life-Mesh statt Work-Life-Balance. Die Selbstverantwortlichkeit wird den Mitarbeitern ein Stück weit wieder genommen. Ob sich die Millenials das so wünschen? Ich glaube nicht.

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